Bibliothek

Die in Gravenhorst aufbewahrte Büchersammlung geht zurück auf das mittelalterliche Kloster. Die Anfänge der Bibliothek liegen weitgehend im Dunkeln. Der Großteil der heute noch vorhandenen 732 Titel stammt aus dem 18. Jh., als die Schwestern in Gravenhorst eine überkonfessionelle höhere Töchterschule einrichteten. So erklärt sich auch der neben geistlicher Literatur hohe Anteil aus Textausgaben lateinischer Klassiker an Lehr- und Unterrichtsbüchern.

Die Einrichtungsgegenstände wurden nach der Auflösung des Klosters verkauft und auf umliegende Pfarreien verteilt. So erhielt die Pfarrgemeinde St. Mauritius in Ibbenbüren Teile des Buchbestandes. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jh. bemühte sich Franz-Joseph Graf Strachwitz zusammen mit Pastor Alfons Wevering um die Gravenhorster Klosterbibliothek. Sie trugen die verstreuten Bestände mühsam wieder zusammen und machten die Universitäts- und Landesbibliothek Münster auf das kulturelle Erbe aufmerksam.

Nach einer ersten Sichtung der zum Teil stark beschädigten Bücher begannen Fachleute der Arbeitsstelle „Historische Bestände in Westfalen“ die Bücher konservatorisch zu behandeln, die Bestände formal wie sachlich zu erschließen und zu katalogisieren.