Kloster Gravenhorst: DA wurde immer wieder umgebaut

Kloster Gravenhorst gibt heute noch das Bild eines frühneuzeitlichen Frauenklosters mittlerer Größe wieder. Die Anlage umfasst neben der Kirche aus der Entstehungszeit und den Konventgebäuden zusätzlich noch nahezu sämtliche Wirtschaftsgebäude, die zu einer Klosteranlage gehörten. So sind in deren Umfeld noch das Mühlengebäude, das Back- und Brauhaus und Fundamente der alten Schmiede zu finden. Auch der Mühlteich und die inneren und äußeren Gräften blieben erhalten.

Die Klostergebäude zeigen heute im Äußeren weitgehend die Gestalt des 18. und 19. Jahrhunderts. Darunter befindet sich aber noch vielfach mittelalterliche Bausubstanz. So haben sich zum Beispiel im Erdgeschoss des Westflügels die Umrisse spätgotischer Spitzbogenfenster erhalten. Besonders aber an den heute unverputzten Rückseiten des Süd- und Westflügels der Konventgebäude kann der Besucher an zahlreichen Baufugen, vermauerten Fenstern, umgebauten Türen und zweitverwendeten Bauteilen die wechselvolle Geschichte der Anlage vom ausgehenden 15. bis ins 20. Jahrhundert unmittelbar ablesen. Die Anlage ist ein lebendiges Abbild ihrer Geschichte.